Dienstag, 21. November 2017

Es ist so:

Der Hals kratzt. Der Anflug eines grippalen Infekte macht sich langsam aber sehr sicher seit heute Mittag breit.

Eine kombinierte Tee-, Aspirin- und Rotweintherapie muss das bis morgen auf die Reihe kriegen.

Außerdem hab ich gerade viel Spaß an einer Folge "The good wife" gehabt.

Viel Spaß hab ich auch mit Sven Regener momentan. Auch mit Ende 40 kann man leicht pubertär angehaucht in gewisse Fieber geraten. Naja, es ist vielleicht erhöhte Temperatur. Aber ich kann mich sehr beömmeln über die Texte von Regener, ob es nun die von Element of Crime, oder auch die der Bücher sind.

Im Radio hab ich heute Mittag einen so bescheuerten Werbeslogan gehört: da faselte wer was von "ehrlichem Schinken". Was bedeutet das? Gibt es unehrlichen Schinken? Gibt es Wurst, die lügen kann? Welche Wurst ist das? Wie erkenne ich das denn?



Sonntag, 19. November 2017

Splitter

Die Erkältung lässt sich nicht aufhalten, da ich heute nochmal einen halben Nachmittag in der zugigen Gemeindehalle sitzen werde, werde ich spätestens morgen eine "Fregg" haben. "Fregg" ist der saarländische Ausdruck für "Erkältung". Im Moment beschränkt sich das Elend noch auf Halskratzen und laufende/schmierige Nasenflüssigkeiten und krächzende Stimme.

Die zwei Vorstellungen gestern waren durchwachsen. Ich hatte gleich im Eröffnungslied einen Einsatzpatzer, war aber nicht schlimm. Das Spiel ist zwar liebenswürdig, aber hat viele Längen und die Sprechrollen haben ihren Text noch nicht drauf.

Um 21 Uhr war Feierabend und ich bin auf dem Heimweg auf der Autobahn fast eingeschlafen, so durch war ich. Immerhin hat der Wärmegürtel seine Arbeit getan, der Ischias hat sich ein bisschen beruhigt.

Meine Gedanken sind aber stets beim Lebensgefährten und der Familie unserer guten Bekannten H., die am Mittwoch an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben ist. Mit 52.




Samstag, 18. November 2017

Fassungslosigkeit

Dieser verschissene Krebs.

Fuck.

Generalprobe

Freitag, 17.11.17
Wir sitzen in der Gemeindehalle und warten auf den Beginn der Generalprobe.
Alljährlich sind wir mit unserer fröhlichen Kapelle motivierter Musikanten verantwortlich für die musikalische Untermalung des Projektes "Unser Dorf spielt Theater".
Es laufen kleine Kinder durch die Reihen, der Techniker verkabelt nach und nach alles, was um ihn herum ist. Unser Drummer hat tödliche Männergrippe und hackt nervös auf den Pads herum. Die Regisseurin hat noch gut Laune, das wird sich im Verlauf der nächsten Stunden noch ändern. Jedes einzelne Jahr geschieht das Wunder über Nacht, dass aus einem unübersichtlichen Chaos, ein wunderschönes Theatererlebnis wird. Die Bühnenbildner jedenfalls haben ihr Werk fertig und es ist großartig.

Nachtrag:

Die Probe war unsagbar zäh, um kurz vor 11h war ich endlich zu Hause. Habe Han Kangs verstörendes Buch "Menschenwerk" ausgelesen, über Süd Korea recherchiert und mir eine blöde Erkältung eingefangen, meinen Ischias rechts weiter ärgerlich gemacht durch due unbequemen Stühle und mich erneut gefragt, warum ich jedesmal verdränge von Jahr zu Jahr, wie blöd es eigentlich ist, von den eigentlichen Aufführungen mal abgesehen, hier dumm rum zu sitzen.

Jetzt ist es Samstag Vormittag, ich liege auf der Couch, ein erster Kaffee steht neben mir und ich versuche die Anzeichen der Erkältung in den Griff zu bekommen. Um 14h ist die erste Aufführung und um 18h die zweite.

Morgen ist um 16h Aufführung. Ich sollte noch einkaufen und wollte auch auf alle Fälle in den Wald wenigstens eine kleine Runde laufen.

Meine komplette rechte Körperseite schmerzt. Ich denke um eine Ibu komme ich nicht herum heute.


Donnerstag, 16. November 2017

Arroganzia und Impertinenzia

Vielleicht hat sich heute ein Problem zumindest dezimiert. Mein nun nicht mehr so neuer Chef hat mir gegenüber eingeräumt, nachdem mir der Kragen geplatzt ist, dass er evtl. ein Problem damit hat, dass ich mehr weiß wie er in meinem Fachbereich.
Er hat eingeräumt, dass es ihn wurmt.

Er hat nebenbei mal ausgeplaudert oder absichtlich gestreut, dass er sich schwer unter Beobachtung fühlt durch unseren Geschäftsführer und Vieles immer noch nicht blickt in unseren Gefilden. Er hat einem Vorschlag von mir, den er zunächst vehement abgelehnt hat, doch den Vorzug gegeben. Er hat sich von mir sagen lassen, wie er rüber kommt, nachdem er mir  Arroganz und Impertinenz vorwarf. Ich achte ja mehr darauf, was ein Mensch tut, als das was er vor sich her schwafelt. Daher bleibt abzuwarten, wie das weiter geht. Aber angefühlt hat es ich unterm Strich wie ein Erfolg für mich.

So ein Wurm. So ein armseliger Wurm.


Mittwoch, 15. November 2017

Birne

Könnte sein, dass ich zu viele Gedanken gleichzeitig habe in meiner Birne.

Nicht anders ist es zu verstehen, dass ich meine Lesebrille verloren habe.

Es kotzt mich latent an, denn die war recht neu.

Ich hatte sie in der Sauna dabei, und irgendwo in den Tiefen der Wellnessoase hab ich das vermaledeite Nasenfahrrad liegen lassen. Ein Anruf dort heute Abend hat nix gebracht. Sehr sehr ärgerlich. Mein Kopf ist ein Sieb.

Freitag, 10. November 2017

Trotzdem

Eigentlich hab ich überhaupt keinen Grund gut gelaunt und gelassen zu sein, aber ausgerechnet das ist jetzt aktuell mein Status.

Meine Job-2-Do-Liste quillt über, bin dennoch gestern um 16 Uhr in den Feierabend, irgendwann ist ja mal gut, nachdem ich am Tag vorher 13 h unterwegs war.

Nachdem ich mit dem Gatten gestern Abend geplaudert habe über seinen "Ist-Stand", hab ich die Unterhaltung beendet mit den Worten: "ich nehme 100 Euro die Stunde". Er guckte ein bisschen verblüfft, als ich in 4 Sätzen zusammengefasst hab, was da gerade los ist und ihm dringend geraten hab, sich seinem Arzt anzuvertrauen.

Die bisher kranke Kollegin, für die ich ein Jahr die Vertretung gemacht hatte, ist in der Wiedereingliederung und es gibt tatsächlich ein bisschen Anlass zur Hoffnung, dass sie es schafft. Das bedeutet auch, dass ich nicht mehr so solitär mit meinen unbequemen Statements da stehe und der immer noch neue Chef -  der vorher gleichgestellter Kollege war - hat seine naive Hoffnung glaube ich beerdigt, dass sie es ihm einfacher macht MICH in Schach zu halten. Hihihihi... hat mir gut gefallen gestern, dass sie sich ohne dass wir das abgesprochen hatten, über genau die selben Sachen mega empörte, als sie davon Nachricht bekam. Sie muss halt ein Jahr aufarbeiten und ich sage mal so... es hat sich zwar viel weiterbewegt, was das Leben und unsere Klienten so mit sich bringen, aber unsere internen Strukturen und bürokratischen Hürden sind die selben wie vor 365 Tagen... das hat sie wohl sehr ernüchtert.

Die Theaterprobe gestern Abend war lustig, große Kindergesichter, als die Band zum ersten Mal die Lieder mitspielte und die Backgroundgesänge hin zu kamen. Das macht jedes Mal aufs Neue wirklich Spaß und echte Freude.

Heute hab ich tatsächlich zwei Highlights vor meiner Nase: um 17 Uhr hab ich mir für eine Stunde einen Massagetermin gebucht und um 19 Uhr gehe ich mit meinem Team essen. Das wird gut. Im Moment ist die Stimmung in meinem eigenen Team wirklich gut. und das gemeinsame Essen soll ein bisschen die Gruppendynamik fördern.

Morgen bin ich zum Wandern mit meinen Allerliebsten Wandermöpsen verabredet. Das Wetter soll eher mies werden, aber ist ja wohl alles nur eine Frage der Kleidung...