Sonntag, 22. April 2018

Kopf über Wasser, nicht abgesoffen

Das war ein großartiges Wochenende. Sonne, lesen, shoppen, grillen, Freunde treffen, Eis essen uvm.

Einen vorsichtigen Ausblick auf mich selbst denke werfen zu können sagt mir, dass ich aus dem tiefsten Tal gerade nochmal rausgekrabbelt bin, bevor mir es da zu gemütlich wurde.

Und ich bin mehr als stolz auf mich. Sehr sogar.

#notjustsad

Freitag, 20. April 2018

Sommer vor'm Frühling


Was für ein abgefahren gutes Gefühl:

Barfuß laufen
kurze Hosen
Spaghetti-Träger-Top
Haare nach oben gewuselt
Füße sind dreckig
Finger sind dreckig
ich rieche die Sonne auf meiner Haut

Freitag, 13. April 2018

Haariges

Herrje...

es gibt wohl keinen einzigen "normalen" Frisör mehr... selbst hier in der südwestlichen Provinz in einer spießigen hässlichen Kleinstadt hat der von mir nach mühevoller Recherche auserwählte Frisörsalon nicht schlicht "waschen, schneiden, föhnen" im Programm, sondern die Chefin reicht 3 Sorten Öl an, massiert mir übergriffig die Kopfhaut durch, nicht dass ich gefragt worden bin und versucht mir teure Pflegeprodukte aufzuschwätzen.

Geschnitten hat sie gut, aber geht das bitte bitte auch ohne den ganzen Schnickeldi? Es ist doch zum Fortlaufen.

Ich sag jetzt auch nicht was mich der Scheiß gekostet hat.

Grummel.

Mittwoch, 11. April 2018

Ein guter Tag zum Nase streicheln

Heute war ein wirklich guter Tag. Ich durfte heute in einer Reitanlage ein Audit durchführen und zum Abschluss drei wunderbare Pferdeschnauzen streicheln.

So verdiene ich gerne Geld.

Freizeittechnisch lief es auch gut. Hatte die Gelegenheit Josefine Rieks zu sehen und zu hören, die ihr Buch "Serverland" vorstellte. In unserem Bundesland sind "Lesetage". Auch wenn ich von der technischen Sprache wenig wirklich beim Zuhören verarbeiten konnte, fasziniert mich das Ideenspiel "was wäre wenn es kein Internet mehr gäbe".

Dass die Autorin auch noch super nett und sympathisch rüber kommt war dann ein Bonbon.

Jetzt noch eine Folge Rita/ich bin bei Staffel 2. Morgen wird in meiner Klappe rumgebohrt und ich rechne damit, dass ich nach ca. 2 h Behandlung nicht mehr arbeitsfähig bin.


Entspannung

Ein Saunabetrieb, der seine Mitarbeiter anweist, beim Aufguss nicht mehr heiß aufzugießen. Eine Stammkundschaft, die die Welt nicht mehr versteht. Dass ich mal in der Sauna selbst denke, och das ist ja wirklich nur ein laues Lüftchen beim Wedeln, hätte ich auch nicht gedacht. Da kann man nur den Kopf schütteln.

Man schwitzt zwar weiter vor sich hin, aber dieser "Kick" bleibt aus. Das war eher so ne Langsamgartechnik und die schlägt mir eher auf den Kreislauf... dann kann ich auch in die Biosauna gehen... bäh.

Geschlafen hab ich aber - wie so oft nach 3 x Saunagang - hervorragend. Nur einmal kurz wach geworden gegen halb 5, was bedeutet, ich konnte ca. 5 h am Stück schlafen, was sehr sehr selten vorkommt und sich immer klasse anfühlt.

Samstag, 7. April 2018

Feierabend


Es ist Samstag Abend und ich bin zufrieden mit dem, was ich heute geschafft habe.

Gegen das Grübeln hilft Hausarbeit ganz gut.

Besonders meine Zimmerpflanzen haben hörbar aufgeatmet, als ich sie umgetopft habe. Ich habe es genau gehört.

Die beiden kleinen Nachbarskinder haben jetzt im 2. Sommer den Mut aufgebracht, mich anzusprechen und zu fragen, ob sie rüber kommen dürfen. Durften sie. Und fragten mir Löcher in den Bauch.

Das Fahrrad ist jetzt startklar und eine kleine Testrunde ums Dorf hat mir richtig gut getan. Selbst zum Einkaufen bin ich am Abend mit dem Rad nochmal los, das besorgen, was ich morgens vergessen hatte.

Jetzt sitz ich auf dem Balkon und genieße den lauen Abend und die Tatsache, dass morgen noch ein freier Tag ist.


Freitag, 6. April 2018

WMDEDGT 04/2018

Ich habe einen Tag Verspätung, aber ich möchte dennoch - so wie fast immer - mitmachen, wenn Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen einlädt.

Wecker klingelt um 5.50 Uhr, der Kater wird gefüttert, meine Morgenroutine läuft völlig harmlos hintereinander ab. (ca. 60 Minuten "Freizeit" bei 1-2 Tassen Kaffee). Um 7 Uhr beschließe ich, dass ich doch die Haare waschen werde, was bei der jetzigen Länge (Schulterlänge) und der Masse (ich bin "gesegnet" mit dickem und massigem Haar) echt kein Spaß ist am frühen Morgen.

Um kurz nach 8 Uhr bin ich im Büro, plaudere mit meiner Kollegin K. über das Gespräch vom Vortag mit meinem Freund Chef. Sie ist auch ratlos und hat ähnliche Analysen wie ich parat, kann mir aber konkret natürlich nicht helfen. Aber reden hilft tatsächlich.

Ich raffe den Arbeitstag zusammen:
  • Büro, Büro, Büro
  • ab 13 Uhr Feedbackgespräch mit einer meiner Mitarbeiterinnen, ich bekomme ein wertvolles Feedback auch für mich, sie ist eine der wenigen, die rational genug ticken und zur Sachlichkeit fähig sind in meinem Team voller Sozis. Ich höre auch ein paar Sachen über die aktuelle Teamsituation, die wirklich zum Haareraufen sind... wir sind auf der Arbeit, das bekommen einige nicht wirklich klar
  • um 17 Uhr gucke ich mir noch eine Wohnung an für Klienten, manchmal mache ich das vorab ohne die Klienten, in diesem Fall brauche ich was für zwei Personen, die nicht unproblematisch sind und wenn die diese Wohnung sehen würden, würden sie sie nehmen wollen, aber nicht bekommen, also erspare ich uns allen dieses Drama und fahre vorher mal vorbei um eine Einschätzung zu haben, ob das infrage kommt. Kommt es aus mehreren Gründen nicht.
Um kurz nach 18.30 Uhr bin ich zuhause, der Kater ist auf Tauchstation, der hat gerochen, dass ich ihn einfangen wollte, um zum Tierarzt zu fahren.
Also leg ich mich eine Stunde aufs Ohr, ich schlafe momentan überhaupt nicht gut, bin nachts irgendwann ab 2 oder 3 oder 4 h hellwach und - suprise: in meinem Kopf rotieren die Arbeitsprobleme - wohl wissend, dass das alles quatsch ist - aber ich komme nicht dagegen an.

Um 19.30 Uhr fahre ich zu Freunden, treffe mich dort mit meinem Gatten, der dort hilft, ein paar handwerkliche Dinge zu wuppen.

Wir sind zum Racletteessen eingeladen und weil ich im Moment no - bzw. low carb abends mache, habe ich mir mein Knäckebrot mitgebracht und verzichte auf leckeren Rotwein, weil bis zum 27.04. faste ich auch wieder Alkohol. Es ist ein toller lustiger, inniger Abend für mich mit 3 Menschen, die ich nun seit: 29 (die Freunde) bzw. seit 25 (den Gatten) Jahren kenne.

Es ist ein Abend, wo wir viel lernen über Jagdmalerei und uns über Kunstmalerei und mögliche Auktionen solcher unterhalten. Am Ende sitzen 4 Erwachsene am Tisch und daddeln per Handy oder Laptop diesbzgl. rum, versenden Botschaften per WA und irgendwann ruft auch noch der Schwager aus der Landeshauptstadt an und es gibt ne Telefonkonferenz. Das war wunderbar.

Im Nachlass des jüngst verstorbenen Vaters waren aber nicht nur solche Ölschinken, sondern auch Bücher des hiesigen Heimatvereins und u.a. schmökere ich im Straßenverzeichnis meiner Heimatstadt und lerne über meine eigene Straße noch so einiges dazu. So gab es am Ende unserer Straße im 19. Jahrhundert eine Zollstelle, denn der Grenzverlauf vom bayerischen und dem preußischen Königreich verlief tatsächlich in einer östlichen, nordöstlichen Linie um unser "Dorf" herum.

Um 23.10 Uhr liege ich sehr entspannt im Bett. Der Kater kommt angeschlichen und quartiert sich auf meinen Unterschenkel ein. Ich beschließe, im Moment auf medikamentöse Schlafhilfe NICHT zu verzichten. Es ist ein pflanzliches Mittel, und ich merke heute Morgen, dass ich auf alle Fälle besser geschlafen hab heute Nacht, als in den letzten 14 Tagen zuvor.